Wohin Tattoo stechen lassen?

Man sieht ein Bild oder hat plötzlich eine tolle Idee für ein Tattoo und ist ganz Feuer und Flamme, doch dann kommt die Frage: Wohin das Tattoo stechen lassen? Pauschal gibt es darauf natürlich keine Antwort, aber ich habe hier ein paar Punkte, die euch bei der Entscheidung helfen können.

In erster Linie ist die richtige Stelle natürlich Geschmackssache. Aber bevor man die Wahl bereut, habe ich für euch ein paar Punkte, die euch dabei helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Wollt ihr euer Tattoo selber sehen können?

Diese Frage stelle ich meinen Kunden immer als erstes. Den manche Stellen sind unheimlich schön (ich finde ja auf dem Rücken sehr ästhetisch), allerdings sieht man sein eigenes Tattoo dann nur mit Hilfe eines Spiegels (oder Fotos). Wenn das für euch keine Rolle spielt, dann kommt jede Stelle infrage, wenn doch, dann sollte man sich am vorderen Körper orientieren und da dann am besten im Bereich der Arme oder Beine und nicht Schulter oder Hals.

Wie viel Schmerz haltet ihr aus?

Ihr habt es bestimmt schon gehört, es gibt einfach Stellen, die deutlich schmerzhafter sind, als andere Stellen. Da ich selber noch nicht am ganzen Körper tätowiert bin, kann ich auch nicht sagen, welche Stelle ich mir nie wieder stechen würde. 🙂 Aber grundsätzlich wird es dort schmerzhafter, wo mehr Nervenspitzen liegen und die Haut dünner wird. Als Beispiele nenne ich da mal Fußrücken, Rippenbogen oder Finger. Wenn ihr euch selber als ziemlich schmerzresistent einschätzt, dann gibt es auch da keine Einschränkung. Für alle, die aber schon bei blauen Flecken umkippen, würde ich eher etwas unempfindlichere Zonen wie Oberarme, Oberschenkel oder Unterarme empfehlen.

Welches Motiv soll es werden?

Natürlich ist die Wahl der Stelle, wohin man sein Tattoo stechen lassen möchte, auch davon abhängig, was für ein Motiv man sich wünscht. Motive, die nur in einer bestimmten Größe richtig zur Geltung kommen (und auch nur in der Größe aufgrund von Details gestochen werden können), benötigen eine gewisse Fläche, wie den Rücken. Sehr kleine und feine Motive hingegen würden auf dem Rücken vermutlich eher etwas verloren wirken. Ich berate euch da aber gerne.

Wie sieht eure berufliche Zukunft aus?

Jaaa, jetzt, wo ihr den Wunsch für euer Motiv habt, da kann euch nichts mehr bremsen. Und so Gedanken, wie zum Beispiel, dass zukünftige Chefs vielleicht nicht ganz so tolerant sind, werden da gerne weg gedrängt. Trotzdem sollte man sich dieser Tatsache immer bewusst sein. Tattoos im Gesicht sind für den ein oder anderen Beruf vermutlich ok, aber in der Bank oder als Versicherungskaufmann vielleicht doch etwas unpassend. Das soll euch von eurem Traum natürlich nicht abhalten. Aber ganz außer Acht lassen sollten man den Gedanken trotzdem nicht. Es gibt jede Menge Stellen, die mit Kleidung im Beruf verdeckt werden können. Ein Tattoo verbieten darf übrigens kein Chef, aber dass er euch eventuell für den Bankschalter für ungeeignet hält mit einem Gesichtstattoo, mal ganz überspitzt, ist nicht unwahrscheinlich.

Ich kann aus meiner Erfahrung sagen, dass ich bisher weder in Werbeagenturen, noch in Verlagen oder im Außendienst mit viel Kundenkontakt Probleme mit meinen Tattoos hatte. Und jetzt in meinem Traumberuf sowieso nicht.

Soll das Tattoo noch erweitert werden?

Womit wir wieder bei der Größe sind, bzw. wie viel Platz das Tattoo vielleicht zukünftig benötigt. Ein Tattoo auf der Hand ist nur begrenzt erweiterbar, ein Tattoo auf dem Arm oder Rücken bietet da schon deutlich mehr Möglichkeiten.

Wohin Tattoo stechen lassen bei Kinderwunsch?

Diese Frage kam tatsächlich auch öfter, wenn es um Tattoos auf dem Bauch oder Brustbereich bei Frauen ging. Grundsätzlich kann ich sagen, dass die Haut sich an diesen beiden besagten Stellen oft verändert. Sie ist stark gespannt und wird echt strapaziert. Schwangerschaftsstreifen sind, wie der Name es vermuten lässt, nicht selten und sie gehen nie mehr weg. ABER, ob man welche bekommt kann kaum keiner vorhersehen. Ich selber habe durch meine Schwangerschaften auch welche und vermutlich hätten Tattoos an den Stellen echt gelitten. Allerdings hätte mich das nicht wirklich gestört, zumal ich mittlerweile auch Schwangerschaftsstreifen mit in Tattoos einarbeite, um diese unauffälliger zu machen. Es bleibt euch also überlassen, ob ihr mit einem Tattoo klar kämt, das eventuell sich durch eine Schwangerschaft etwas verändert.

Ihr seht, die Frage, wohin Tattoos stechen lassen, ist nicht von einigen Faktoren abhängig. Ich hoffe, ich konnte euch damit eine kleine Hilfestellung geben. Wenn ihr euch dennoch unsicher seid, dann schreibt mir doch einfach oder vereinbart einen kostenlosen Termin.

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